| Das erste Jahr... | |||||
| Pressemitteilung |
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Das letzte Jahr war geprägt von den Starkregenereignissen im Juni sowie im August. Wir haben insoweit sofort auf eine schnelle und effektive Ursachenerforschung und eine möglichst Zeitnahe Umsetzung der hieraus gewonnenen Erkenntnisse gedrängt. Die inzwischen vorliegenden Ergebnisse haben z.T. schon jetzt, nicht mal ein Jahr nach den fürchterlichen Ereignissen in Diedorf und in Lettenbach zu ausführungsreifen Planungen geführt. In Anhausen ist sicherlich noch nicht eine optimale Lösungsmöglichkeit gefunden worden. Da wir, als Kommune jedoch nicht Schutz vor allen möglichen und unmöglichen Vorkommnissen bieten können, setzten wir uns weiterhin dafür ein, dass "zumindest" ein einigermaßen zuverlässiger Schutz vor einem sogn. hundertjährigen Hochwasser sichergestellt werden kann. Dass dieser Schutz, am Anhauser Bach und am Lettenbach, Unmengen von Geld kostet hat uns nicht davon abgehalten im, im März verabschiedeten Haushaltsplan für das laufende Jahr die Weichen für die Finanzierung derartiger Projekte zu stellen. Neben den dringend notwendigen staatlichen Zuschüssen kann uns dies nur gelingen, zum einen die Ausgaben zurück zu fahren, zum anderen uns neue Einnahmequellen zuschließen. Die einfachste Möglichkeit hierzu wäre sicherlich die Erhöhung der gemeindlichen Abgaben gewesen. Da die Abgabenlast der Bürger und der Unternehmen im Allgemeinen schon übermäßig hoch ist, haben wir uns dafür entschieden doch lieber an das "Tafelsilber" der Gemeinde zu gehen und Teile der, allen Bürgern dienenden gemeindlichen Grundstücke baureif zu machen und diese bestmöglichst zu veräußern. Dass sich nunmehr in Lettenbach eine "Bürgerinitiative" gegründet hat ist im Prinzip zu begrüßen, insbesondere ist es für den Marktgemeinderat immer wichtig zu wissen, was die Bürger von den Entscheidungen denken. Jedoch wäre es sicherlich sinnvoller, offen zu sagen, dass die Initiatoren dieser Bewegung entweder eine Umlage der Kosten der Schutzmaßnahmen auf alle Diedorfer Bürger, z.B. im Wege einer Grundsteuererhöhung bzw. Einführung einer "Wasserschutzabgabe", oder aber einen Verzicht auf Durchführung der geplanten Maßnahmen auf Grund der fehlenden Finanzierung wünschen. Hierbei vertreten wir die klare Auffassung, dass wir weiterhin für die Verwertung von gemeindlichen Grundstücken zur Finanzierung der Hochwasserschutzmaßnahmen eintreten. Diese Grundstücke gehören der Gemeinde und somit allen Diedorfer Bürgern. Besonders gefreut hat die Diedorfer Marktgemeinderäte der SPD, dass durch das beharrliche Engagement von unserem Landtagsabgeordneten Harald Güller mit unserem Bundestagsabgeordneten Heinz Paula es gelungen ist, die Diedorfer Umgehung der B300 im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplan zu halten. Der, in zahlreichen Hintergrundgesprächen erfolgte Einsatz dieser beiden Mandatsträger war von Anfang an darauf angelegt uns in Diedorf zu helfen und nicht als "Hiobsbotschaftsüberbringer" wie ein Herr aus dem nahen Dinkelscherben auf Schlagzeilen in der örtlichen Presse zu schielen. Im verborgenen haben uns die beiden SPD Abgeordneten die B300- Umgehung gerettet. Vielen Dank, auch im Namen der Diedorfer Bürger! Es ist natürlich noch sehr viel mehr im vergangenen Jahr passiert, wie z.B. die Weiterbringung des neuen Baugebiets "Altes Ziegeleigelände" in Oggenhof, die Schaffung des Planungsrechtes für das neue Wohn- und Pflegeheim am Seniorenzentrum, die Sicherung der finanziellen Unterstützung unserer Vereine, der Beginn des Aufstellungsverfahrens eines Bebauungsplanes für das neue Baugebiet "Am Bergelesfeld" und und und. Wir haben noch viel vor. Das Schulschwimmbad in Diedorf wird nicht mehr lange Funktionsfähig ein. Hier muss auch über alternative Betreibermodelle und/oder Finanzierungsmöglichkeiten nachgedacht werden. Im Herbst erwarten wir die erste Planung für die Trasse der Ortsumfahrung. Hier müssen alle beteiligten Belange berücksichtigt werden um für alle die beste Lösungsmöglichkeit zu finden. Die finanzielle Situation unserer Marktgemeinde wird noch auf Jahre hinaus äußerst angespannt bleiben, wenn nicht sogar noch angespannter werden. Hier müssen wir weiterhin für eine solide Finanzierung und auch für die Erschließung neuer Geldquellen, die unabhängig von der wirtschaftlichen Lage sprudeln, nachdenken. Die SPD-Marktgemeinderatsfraktion setzt auch weiterhin auf eine kompetente und engagierte Zusammenarbeit mit den anderen, im Marktgemeinderat vertretenen Gruppen. Unser Leitspruch bleibt auch weiterhin: Es geht um unsere Heimat! Auch aus diesem Grund nehmen wir fünf unser, von den Bürgern verliehenes Mandat weiterhin sehr ernst. Matti Müller Fraktionsvorsitzender SPD-Marktgemeinderatsfraktion Diedorf, im Mai 2003
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