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  Halbzeit
  Heinz Göbel
  weiter Seit der letzten Kommunalwahl sind gerade drei Jahre vergangen. Die halbe Zeit dieser Wahlperiode ist schon verstrichen. Ich möchte diesen Zeitpunkt zu einem Rückblick nutzen und kann feststellen, dass sich Einiges getan hat. Vieles davon konnten Sie über die Presse verfolgen, Manches jedoch geschah im Stillen, wenn es auch mitunter nicht weniger wichtig war.

Gleich zu Beginn der neuen Wahlperiode stand die Aufgabe, die Lücke des Rad- und Fußweges von Biburg in Richtung Horgau zu schließen, auf der Tagesordnung. Die dortige Lage ließ es nicht zu, den Weg entlang der Bundesstraße anzulegen. Nach etlichem Hin und Her wurde dann doch eine annehmbare Lösung gefunden.

Auch die ersten Beratungen über die neue Bebauung am Ortsanfang von Diedorf in Richtung Lettenbach fielen in diese Zeit. Für meine Ratskolleginnen und -kollegen und mich war es wichtig, eine Lösung zu finden, die den Bauherren gerecht wurde und gleichzeitig das Bild des Ortsanfangs nicht beeinträchtigte, sondern eher verbesserte. Heute fügen sich die Tankstelle und die neuen Einkaufsmöglichkeiten recht gut ins Ortsbild ein.

Oft ist es notwendig, etwas weiter in die Zukunft zu denken, um nicht gar zu große Planungsfehler zu machen. Niemand, auch nicht die Räte des Marktes Diedorf, sind davor gefeit, auch Fehler zu machen. Um diese aber so gering wie möglich zu halten, beschäftigten sich die Ratsmitglieder mit einem städtebaulichen Entwicklungsplan für die älteren Gebiete des Ortsteiles Diedorf. Dabei wurden vor allem die Hauptstraße, die Lindenstraße und das Unterdorf mit einbezogen. Leider kann hier noch kein endgültiges Ergebnis vorliegen, weil dieses zu sehr mit einer Umgehungsstraße der B 300 um den Ort verknüpft ist.

Viel Zeit nahm die Planung eines Jugendfreizeitgeländes auf dem sogenannten "Festplatzgebiet" am Ortsanfang von Diedorf in Anspruch. In mindestens elf Sitzungen wurde darüber beraten. Heute ist dieses Vorhaben erfreulicherweise schon recht weit gediehen. Man kann schon die ersten jugendlichen Skater darauf sehen, obwohl das Gelände noch eine Baustelle ist. Auch der neu gewählte Jugendrat hatte Gelegenheit, zu diesem Vorhaben seine Wünsche und Anregungen zu äußern.

Stolz können wir auch auf die Fortschritte beim Seniorenzentrum sein. Wer hätte 1993 bei der Gründung des Seniorenfördervereins geglaubt, daß nur sechs Jahre später die meisten Wohnungen fertiggestellt sind und der Rohbau des zentralen Gebäudes mit Tages- und Kurzzeitpflege steht. Dieses mustergültige Vorhaben wurde auch von der Bayerischen Staatsregierung als "Projekt mit Modellcharakter" bezeichnet.

Es wird nicht mehr lange dauern, dann geht ein Wunsch der Anhauser Sportler in Erfüllung. Die Kinder und Jugendlichen Anhausens können dann am Abend auf einem beleuchteten Weg zum Sportgelände gehen, weil auf diesem Weg Laternen aufgestellt werden, die voraussichtlich bis 22.30 Uhr brennen.

Seit einiger Zeit wird auch intensiv darüber verhandelt, wie ein Rad- und Fußweg von Willishausen nach Deubach am besten angelegt wird. Hier sind noch nicht alle Probleme gelöst, doch es besteht die Aussicht, dass die Radfahrer in absehbarer Zeit nicht mehr auf der Straße fahren müssen, um zum Nachbarort zu gelangen.

Der Markt Diedorf kann stolz darauf sein, daß sich in allen Ortsteilen Kindergärten befinden und für jeden unserer kleinen Mitbürger ein Platz zur Verfügung steht. Es wäre allerdings wünschenswert, dass manche der Gruppen etwas kleiner wären. Besonders freut mich die Errichtung des neuen integrativen Kindergartens in Diedorf und die Erweiterung des Willishauser Kindergartens von einer auf zwei Gruppen. Beide Maßnahmen wurden dank guter Zusammenarbeit aller Beteiligten in Rekordzeit realisiert.

Im Frühling des vergangen Jahres wurde beschlossen, Anhausen mit Erdgas zu versorgen. Heute können viele Bürger dieses Ortsteils die saubere Energiequelle schon nutzen. Im Dezember letzten Jahres wurde ein entsprechender Beschluss auch für die Ortsteile Willishausen und Biburg gefasst.

Erfreulicherweise ist der Markt Diedorf in der glücklichen Lage, dass bei solchen Vorhaben der Marktrat in seiner großen Mehrheit an einem Strang zieht. Dabei ist es meistens egal, welcher politischen Gruppierung oder Partei der Einzelne angehört. Wie man hört, beneiden uns andere Kommunen darum. Selbstverständlich wird gelegentlich in der Sache hart gerungen, doch will jeder wohl aus seiner Sicht das Beste für Diedorf. Dafür möchte ich im Rahmen dieses Rückblicks allen meinen Ratskolleginnen und -kollegen danken und der Hoffnung Ausdruck geben, dass dies auch in Zukunft so bleibt.

Ich glaube, dass es in dieser Halbzeit mindestens 1 : 0 für Diedorf und die Fraktion der Diedorfer SPD steht.

Heinz Göbel (Tel. 2566)
3. Bürgermeister

und die Mitglieder der SPD-Fraktion
Hertha Hurler (Tel. 1215)
Annemarie Leibelt (Tel. 7927)
Jens Wunderwald (Tel. 4040)

Wir sind für Sie da. Rufen Sie uns an, wenn Sie Fragen oder an Anliegen haben!

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