| Karl-Heinz Schneider referiert zum Thema Rente | |||||
| Pressemitteilung | |||||
"Die Nettoreproduktionsrate sinkt und das Rentenwegfallsalter steigt an." Mit diesen Monsterfremdwörtern machte der 1. Beauftragte der IG Metall Augsburg und Vorsitzende der LVA Schwaben, Karl-Heinz Schneider die Probleme der Rentenfinanzierung beim gemeinsamen Informationsabend in Diedorf, zu dem die SPD-Ortsvereine Diedorf, Dinkelscherben, Neusäß und Gessertshausen eingeladen hatten, deutlich. Der Vorsitzende der SPD Diedorf, Hendrik Brügmann, konnte unter den zahlreichen Besuchern auch Diedorfs dritten Bürgermeister Heinz Göbel, Dinkelscherbens Bürgermeister Peter Baumeister und die Landratskandidatin Dr. Simone Stromeier begrüßen. In seinem Referat schilderte der gerade mit den Fragen der Rentenproblematik bestens vertraute Karl-Heinz Schneider die dramatische Entwicklung der Rentenfinanzierung seit Einführung der Altersversorgung durch Bismarck m Jahre 1889. Dabei erklärte er den interessierten Zuhörern erst einmal wie die bisherigen Rentenbeträge errechnet werden. Zum Renten-Umlageverfahren gibt es nach wie vor keine vernünftige und übergangslos finanzierbare Alternative, obwohl die Menschen immer später ins Berufsleben eintreten und immer früher in Rente gehen möchten. Es entsteht aber bei dem auf etwa 40 Beitragsjahre angelegten Finanzierungssystem eine Deckungslücke, die entweder durch eine längere Lebensarbeitszeit oder höhere monatliche Beiträge ausgeglichen werden kann. Um aber die Abgaben für die im Berufsleben stehenden Beitragszahler und Arbeitgeber in einem erträglichen Rahmen zu halten, sind Beitragserhöhungen nicht möglich. Auch die Anhebung der Lebensarbeitszeit ist nicht sinnvoll und schränkt die Möglichkeiten junger Menschen, ins Berufsleben einzutreten, ein. "Daher hat sich die Bundesregierung mit der größten Sozialreform seit 1945 diesem Problem, nach Jahren des Stillstandes unter Helmut Kohl, angenommen," so Schneider. Die wichtigsten Eckpunkte der positiven Rentenreform sind langjährige Beitragsstabilität, eine bruttolohnbezogene Rentenanpassung, eine rückgriffsverwehrte Grundsicherung und die Einbeziehung und Förderung der privaten Vorsorge, die sogenannte Riester-Rente. Karl-Heinz Schneider gab abschließend noch den Rat, sich derzeit alle Informationen und Angebote von Versicherungsunternehmen zu beschaffen, aber keine unzertifizierten Verträge abzuschließen.
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